Soziale Angst und Soziale Phobie

Samstag 14. April 2012 von wp_admin

 

Die Soziale Angst oder auch Soziale Phobie ist eine Angststörung die weitaus mehr Menschen betrifft, als Sie vielleicht annehmen würde. Etwa 2 % bis 10 % der Bevölkerung in Deutschland leiden unter der sozialen Angst.


Sie mögen mit recht denken, dass diese Werte sehr ungenau erscheinen – und Sie haben damit nicht unrecht.
Das liegt zum einen daran, dass die Abgrenzung zwischen Menschen, die an sozialer Angst leiden und Menschen die einfach nur schüchtern sind, nicht ganz eindeutig ist.
Zum andern liegt es auch daran, dass viele Fälle der Sozialen Phobie gar nicht erst ans Tageslicht kommen, da viele Menschen mit sozialen Ängsten, sich andern Menschen gegenüber nicht öffnen. Dadurch ist eine genaue Statistik natürlich nicht möglich.

Die Soziale Angst bzw. die soziale Phobie ist ein Sammelbegriff für viele Ängste, die in direktem Zusammenhang stehen und in der Regel bei den Betroffenen auch gemeinsam auftreten.

Welche Ängste sind bei typisch für eine Soziale Angst?

Eine der Ängste besteht darin, dass Menschen die unter der sozialen Angst leiden, nicht nur nicht gerne im Mittelpunkt stehen, sonder sogar richtige Angst davor haben, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen.
Sie haben Angst davor in eine peinliche Situation zu geraten oder sich für ihr Verhalten schämen zu müssen.

Die Vorstellung die Erwartungen anderer nicht erfüllen zu können, ist ein weiterer Punkt dafür, dass sie immer weniger am sozialen Leben teilnehmen.
Ihre Angst vor Ablehnung ist so groß, dass sie sich oft vollständig zurückziehen.

Durch diese Isolation entstehen oft schwerwiegende Probleme. So hat die Soziale Angst nicht nur Auswirkung auf die Arbeitswelt, sondern auch auf das Verhältnis zur Familie und Freunden. Die Angst vor Ablehnung ist in jeder dieses sozialen Umgebungen immer vorhanden.

Ihre Ängste werden durch gewisse körperliche Symptome noch erweitert. So treten in Situationen in denen soziale Kontakte zustande kommen, oft folgende körperliche Reaktionen auf:

  • Erröten
  • Schwitzen
  • Stottern
  • Atemnot
  • Herzrasen
  • Zittern
  • Schwindel

So entsteht ein Teufelskreis.

Durch das Erröten oder Schwitzen entsteht bei dem Betroffenen eine regelrechte Angst zu Erröten oder zu Schwitzen.  Ängste wie,
die Angst im Mittelpunkt zu stehen oder die Angst vor Ablehnung werden durch diese Symptome also noch verstärkt, da diese Menschen sich für ihr immer röter werdendes Gesicht oder die Schweißanfälle schämen.

Nur Schüchtern oder bereits eine Soziale Angst?

Wie bereits anfangs erwähnt ist die Abgrenzung nicht ganz eindeutig. Generell treffen viele der Ängste und manche körperlichen Symptome wie zum Beispiel das Erröten auf schüchterne Menschen zu. Der Unterschied liegt darin, dass die Ängste nicht so stark sind und sie auch das Leben der Menschen nicht so sehr beeinflussen.

Schüchterne Menschen sind mit Sicherheit keine Alleinunterhalter auf Partys, aber Sie bleiben einer Party nicht fern, weil sie Angst haben sich zu blamieren oder von anderer angesprochen zu werden.  Eine genaue Grenze zwischen Schüchternheit und einer sozialen Angst gibt es aber wie gesagt nicht.

Wie kann man eine Soziale Angst am Besten behandeln?

Leider wird eine Soziale Phobie oft mit den falschen Mitteln bekämpft. Alkohol, Drogen oder Beruhigungsmittel sind oft die vorrangigen Hilfsmittel um die Soziale Angst in den Griff zu bekommen. Das dies nicht den erwünschten Erfolg hat, ist selbsterklärend.

Eine richtige Methode gegen die soziale Angst anzukämpfen, wäre es einen Therapeuten aufzusuchen. Um diesen Schritt zu gehen, fehlt leider oft der Mut. Dabei ist es heutzutage definitiv kein Tabuthema mehr sich ärztliche Hilfe bei einer psychischen Erkrankung zu holen. In Ländern wie den Vereinigten Staaten ist dieser Schritt so normal wie zum Beispiel ein Besuch im Fitnessstudio. Ich bin mir sicher, dass wir in Deutschland immer offener für dieses Thema werden.

Wenn Sie mehr über das Thema “Therapie bei Angsterkrankungen” erfahren wollen, schauen Sie sich einen Artikel darüber an, den ich dazu verfasst habe.

Artikel: Therapie – Soziale Angst und Soziale Phobie

Der Betroffene lernt hier zu verstehen, wieso er sich so verhält und woher seine Ängste kommen. Zusammen mit dem Therapeuten werden Strategien gesucht um die Ängste
in den Griff zu bekommen.

 

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie diesen Artikel gerne kommentieren.

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 14. April 2012 um 09:47 und abgelegt unter Angst. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pings sind im Augenblick nicht erlaubt.

2 Kommentare über “Soziale Angst und Soziale Phobie”

  1. Bettina schrieb:

    Mein Mann hat vor einem Jahr entdeckt, dass er an einer sozialen Angst littet. Ich dachte am Anfang, dass es nur mit seiner Persönlichkeit zu tun hatte, denn er sich mit mir ganz normal benimmt. Er hat jedoch einfach nur den Menschkontakt vermieden, um die Symptome zu vorbeugen.

    Ich habe ihn dann verpflichtet (er wollte nicht mal erkennen, dass sein Problem eine Störung sein konnte), einen professionellen Test durchzuführen, um herauszufinden, was wir machen mussten.

    Die Ergebnisse waren natürlich sehr auffällig. Er ist dann zu einem Psychotherapeut gegangen und eine kognitive Therapie (oder sowas ähnliches genannt) gemacht.

    Hier findet man den erwähnten psychologischen Test: [URL=https://www.psycheplus.de/selbsttest]Selbsttest[/URL]

    Ich wünsch euch alles Beste und empfehle allen mit dem selben Problem ohne Frage, so früh wie möglich mit einer ärztliche/psychologische Behandlung anzufangen. Anders könnte nur die Situation verschlimmern und irgendwann wird es zu spät.

    Bettina

  2. Bettina schrieb:

    Sorry, es gab einen Fehler mit dem Link:
    Https://www.psycheplus.de/selbsttest

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