Angst vor dem Tod

Samstag 31. März 2012 von wp_admin

 

Wieso haben wir Menschen Angst vor dem Tod?

Wenn Sie sich darüber einmal Gedanken machen, dann finden Sie selbst bestimmt einige gute Punkte, die diese Angst erklären könnte. Vielleicht haben Sie sich ja schon einmal Gedanken über den Tod gemacht?

Viele Menschen verdrängen dieses Thema jedoch lieber und denken am Besten gar nicht über den Tod nach.

Es gibt aber auch Menschen die sich besonders häufig, aber eigentlich ungewollt mit der Angst vor dem Tod quälen lassen. Diese Angst verfolgt sie und beeinflusst ihr Leben zunehmend. Doch was sind nun die Gründe für diese Angst?

Im Folgenden habe ich versucht, die wie ich denke, wichtigsten Gründe für die Angst vor dem Tod zu benennen:

  • Wir wissen  alle, dass unser Leben nur endlich ist und wir irgendwann sterben müssen. Wir können uns das einfach nicht vorstellen. Die Vorstellung irgendwann nicht mehr da zu sein, macht uns “verrückt“.
  • Wir fürchten uns vor dem Sterben, weil wir befürchten, dass wir furchtbare Schmerzen erleiden werden.  Es gibt ja niemanden den man Fragen kann, wie es ist zu sterben.
  • Wir haben Angst davor, dass wir plötzlich sterben könnten und unsere Ziele im Leben nicht mehr erreichen können. Diese Unsicherheit macht uns fertig.
  • Wir haben keine Kontrolle über den Tod, wir können ihn nicht steuern. Der Zeitpunkt des Todes liegt nicht in unserer Hand.

Es gibt sicher noch mehr Gründe wieso wir Angst vor dem Tod haben. Nehmen Sie sich doch ein bisschen Zeit und überlegen Sie, was Ihre ganz persönlichen Ängste sind. Wieso haben Sie Angst vor dem Tod?

Wenn unser Ängste bezogen auf den Tod auch ein wenig abweichen können, gibt es doch eine große Gemeinsamkeit.

Es sind unsere Gedanken, die ständig um dieses Thema kreisen und uns massiv beeinflussen.

Wie beeinflusst uns die Angst vor dem Tod?

Wir bekommen Alpträume oder sogar Panikattacken vom ständigen Nachdenken darüber wie es ist zu sterben oder wann wir sterben. Wir verlieren  immer mehr Lebensfreude, da selbst die schönen Dinge des Lebens immer wieder mit unseren negativen Gedanken ausgefüllt werden.

Woher kommt diese Angst?

Ich bin mir sicher, dass es die Angst vor dem Tod auch früher schon existierte, sie heute aber durch verschiedene Umstände häufiger vorkommt.

Das hat meiner Ansicht nach verschiedene Gründe.

Die Religion war früher ein wichtigerer Bestandteil des Lebens als sie es heute ist. Das soll nicht heißen, dass es keine Menschen mehr gibt, die nicht an ein Leben nach dem Tod glauben. Es sind aber deutlich weniger als zum Beispiel noch vor 100 Jahren.

Ich denke, dass Menschen die nicht an ein Leben nach dem Tod glauben, nicht unbedingt besser mit mit diesem Thema umgehen können, als Menschen die eben überzeugt sind, dass da noch etwas nach unserem irdischen Leben existiert.

Ein weiterer Punkt könnte sein, dass Menschen früher anders mit dem Sterben umgegangen sind, als sie es heute tun. Heute werden schwer kranke Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen untergebracht. Ihren Leidensweg bekommen wir somit oft nur am Rande mit. Früher war das anders. Oft wurden die Menschen bis zu ihren Tod zu Hause gepflegt und man hatte nicht nur genügend Zeit sich von dem Menschen zu verabschieden, sondern hat auch besser mitbekommen wie es ist zu sterben, da man den Menschen bis zum Schluss begleitet hat.

Kann man die  die Angst vor dem Tod verlieren?

Diese Frage kann man denke ich nicht eindeutig beantworten. Es wird immer wieder Momente in unserem Leben geben, in denen wir wieder an den Tod denken werden. In Momenten in denen uns nahe stehende Menschen schwer erkranken oder sogar sterben, ist das Thema Tod nicht wirklich weg zu denken. Wir können aber lernen mit dem Tod besser umzugehen, in dem wir dieses Thema nicht verdrängen.

Sprechen Sie mit Freunden darüber, informieren Sie sich in Foren oder Blogs über das Sterben und den Tod. Oder starten Sie eine Therapie.

Denken Sie über den Sinn des Lebens nach. Überlegen Sie was Sie in Ihrem Leben noch alles erreichen wollen und verfolgen Sie diese Ziele.

Sie müssen lernen, die schönen Momente des Lebens zu genießen. Es bring nichts ständig in die Zukunft zu sehen und sich zu fragen “wie lang habe ich wohl noch”.  Das macht Sie unglücklich und fördert Ihre Angst vor dem Tod nur noch mehr.

Wenn sie das Problem haben, dass Sie alles kontrollieren wollen und immer die absolute Sicherheit haben wollen, versuchen Sie an diesen Problem zu arbeiten. Die absolute Sicherheit gibt es in vielen Bereichen unseres Lebens nicht. Lernen Sie zu akzeptieren, dass Sie nicht alles in der Hand haben.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und genießen Sie Ihr Leben. Verschwenden Sie nicht zu viel Zeit mit dem Gedanken an den Tod und das Sterben.

 

Meine Erfahrungen zum Thema Panikattacken und Ängste habe ich in einem Ratgeber zusammengefasst. Hier können Sie sich einen Auszug aus meinen Ratgeber ansehen.

 

Bildquelle

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 31. März 2012 um 17:15 und abgelegt unter Angst. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pings sind im Augenblick nicht erlaubt.

7 Kommentare über “Angst vor dem Tod”

  1. xaubyebye schrieb:

    Ich habe jetzt die Mitte 40 überschritten, leider selber an epileptischen Anfällen und kann diese nicht steuern. Seit ich aber nun 3 schwere, also wirklich schwere Anfälle hatte, ich war mehrere Tage ohne Bewusstein, einmal sogar 10 Tage, habe ich nun sehr grossen Respekt vor dem Tod. Ich habe natürlich auch eine sehr grosse Angst zu sterben und auf alles hier verzichten, bzw. auch hinter mir lassen zu muessen, z.B. meine Frau. Ich weiss auch, dass es eigentlich wie einschlafen ist. Aber der Gedanke macht mich einfach wahnsinnig. Meine Frau ist da ganz anders. Sie ist religioes und hat damit kein Problem. Sie glaubt an das Leben nach dem Tod. Nach meinen letzten 3 Anfällen habe ich auch auf einmal öfters schon den Eindruck gehabt, dass ich gewisse Situationen schon einmal erlebt habt. Dies ist aber nur Einbildung. Trotzdem habe ich eine Heidenangst, seit ich das 46 e Lebensjahr erreicht habe. Dies ist die Mitte, danach kommt dann das Ende. Dieser Gedanke ist grauenvoll und lässt mich seit heute nicht mehr los. Ich brauche jemanden zum Reden und so einen zu finden ist nicht einfach

  2. edelgard zimmermann schrieb:

    Es ist nich einfach einen Menschen zu finden mit den man über seine ängste sprechen kann ,…In den letzten jahren habe ich zwei mir sehr wichtige menschen verloren und letzte woche ist mein vater verstorben !Ich bin nicht krank doch ich habe trotz alle dem große angst abens zu bett zu gehen und am morgen nicht wieder aufzuwachen ,.. Die angst vor dem nichts,die angst nichts mehr zu spüren nicht mehr da zu sein,meine kinder zu hinterlassen einfach die angst vor dem tod,…ich habe angst weil ich weiss wir werden alle sterben früher oder später Was bringt das leben,wenn wir sowieso sterben werden ???? warum habe ich diese angst?es geht mir wirklich sehr schlecht und wenn ich mit jemanden darüber reden möchte,wenden sich alle ab,…das macht mich wirklich fertig

  3. Jane schrieb:

    Ich bin jetzt gerade 17 geworden. Vor ein paar Monaten ist mein bester Freund bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich auch vor allen Sachen die mir vorher eigentlich keine Probleme bereitet hatten Angst. Ich wollte Abends nicht einschlafen, da ich den gleichen Gedanken wie Edelgard hatte, nichtmehr aufzuwachen. Es kam bei mir dann soweit, dass meine Eltern mich zu einer Psychotherapie in München geschickt haben. Erst danach ist es besser geworden bei mir. Es ist wirklich schwer einen aus dem Freundeskreis oder aus der Verwandtschaft für dieses Thema zum reden zu finden. Deswegen hat es mir, auch wenn es mir am Anfang sehr schwer fiel, sehr geholfen.
    Vielleicht solltest du das mal ausprobieren!!!

  4. Mirjam schrieb:

    Hallo,
    Ich bin 18 Jahre alt. In meinem Leben läuft eigentlich alles gut, ich habe wundervolle Freunde & einen tollen Partner an meiner Seite. Damals litt ich an Depressionen durch die alte Arbeit..aber es ging danach wieder..dieses Jahr habe ich es dann endlich geschafft weg von meiner alten Heimatstadt weg zu ziehen..doch seit einem Monat fängt alles wieder an & es wird schlimmer..mittlerweile träume ich selbst jede Nacht das ich sterbe bloß immer auf eine andere Art & Weise..& egal was ich im Alltag tun möchte ich habe angst dabei zu sterben..das plötzlich alles vorbei ist..durch diese Gedanken kam es dann dazu das ich alles was ich tue perfekt machen muss..das alles genauso sein muss wie ich es brauche..Berührungen mit meinem Partner werden Hindernisse..wenn er nur meinen Arm streichelt tut es mir weh & ich fahre gleich aus der Haut..ich ertrage mich selbst kaum noch..bloß ich kann nicht zum Arzt..ich habe angst vor der Reaktion etc.

  5. Gabriela schrieb:

    Ich habe in meiner Jugend viel negatives erlebt und wollte sterben,zum Glück hat es nicht geklappt.Jetzt bin ich seit Jahren erkrankt an einer Krankheit die jeden Tag Schmerzen bringt aber nicht tödlich ist.Letztes Jahr waren die Schmerzen so schlimm das ich es fast nicht mehr ertragen habe und sie kommen immer wieder,ja der Gedanke war da und er kommt heute noch,dem allem ein Ende zu setzen.Getan habe ich es nicht,nicht einmal den Versuch.Ich habe ganz schlimme Ängste vor dem Sterben bekommen,muss ich etwas geliebtes loslassen(egal ob Mensch oder Tier)kann ich das nicht mehr verarbeiten es ist als wäre es erst vor kurzen passiert und ich komme aus dem Heulen nicht mehr raus.Jetzt habe ich einen Bericht gesehen das unser gesamtes Sonnensystem nur ein Zufall ist und eines Tages zerstört wird,auch was im inneren unserer Erde los ist,das alles macht mir Angst weil alles mit dem Tod zusammen hängt.Die Gedanken lassen mich einfach nicht mehr los.

  6. Grayshon schrieb:

    Hay. Ich kann seit tagen nicht mehr richtig schlafen . Diese Panische angst macht mich fertig :’( . Ich versteh nicht wie manche leute damit umgehen können. Ich bekomm die Panik attacken meistens abends vor dem schlafen. Und auch die einbildung irgendwelche Krankheiten zu bekommen :( . Mensch ich liebe meine Frau und will mit ihr für immer zusammen sein .

  7. surfi schrieb:

    Hallo
    Ich bin nun 43 Jahre und Mutter zweier Kinder. Ich habe über zwei Jahre heftige Panikattaken gehabt. Mir haben zwei Dinge sehr geholfen:

    1. Und ganz weit Vorne eine Gesprächs und VVerhaltestherapie bei einer Fachärztin
    2. Entspannungstraining und Johanniskraut ( Laif 900).

    Dies über einen Zeitraum von 6 Monaten und mir geht es zum Glück wieder gut. Ich habe gelernt die Panik und somit die Symptome zuzulassen und danit umzugehen. Seither ist es ganz selten und ganz schwach und ich freu mich wieder an meinem Leben.

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